NO AMNESTY ON GENOCIDE DEUTSCHLAND

Black Berlin Biennale 2.0 präsentiert | presents
NO AMNESTY ON GENOCIDE DEUTSCHLAND
Interventions in Public Spaces, Media-Lounge-Exhibition & Panels
31. August 2016 (Vernissage) – bis 30. Oktober 2016

Namibia-Demo-Print

Programm Mittwoch 31.8.2016:
18.00h Der Menschwerdungs-reMix | Black lives Matter
Literarische Multi-Media Performance
von AFROTAK TV cyberNomads | mit MFA Kera, Corin Arnold and friends

19.00h Opening Speeches
Adetoun Küppers-Adebisi, Black Berlin Biennale 2.0, AFROTAK TV cyberNomads
Marie-José Ourtilane, Künstlerische Leitung, Artistic Director des Project Space Festival
Elisabeth Kaneza, UN-Fellow beim Hochkommissariat für Menschenrechte der UN, zuständig für Deutschland
Dr. Karamba Diaby MdB (Member of Parliament)

20.00h Finissage Party des Projekt-Raum-Festivals 2016
& Vernissage Party of the Black Berlin Biennale 2.0
Sounds by Dangerous Drums | Ed 2000

Eine dekoloniale Reise durch die Staatsformen Deutschlands. Mit Fokus auf Kontinuitäten der deutschen Geschichte. Aus Perspektive der Schwarzen Deutschen und der afrikanischen Diaspora Deutschlands.

AFROTAK TV cyberNomads, das schwarze deutsche, diasporische Medien-, Kultur- und Bildungs-Archiv, wird geleitet von Adetoun und Michael Küppers-Adebisi (seit 2001). Als Aktivisten in den Bereichen Medien, Kultur, Wissenschaft und Kunst haben sie den Black Media Congress Berlin, den May Ayim Award (UNESCO-Literaturpreis) und die Black Berlin Biennale for Contemporary Art begründet. Die diskursiven Interventionen von AFROTAK TV cyberNomads wurden vom Berliner Senat, der Bundesregierung und der EU ausgezeichnet.

Das Projekt bringt den 1. Völkermord der Moderne im heutigen Namibia (1904-1908) durch Deutschland in den öffentlichen Raum ein, der als Vorläufer des NS-Holocausts in Deutschland prägend auf den Umgang mit „Den Anderen“ gewirkt hat. 2015 wurde erstmalig der Begriff Völkermord/Genozid vom Pressesprecher der Regierung verwendet.

Auch im Jahre 2016 findet der Deutsche Bundestag bisher jedoch nicht die Kraft zu einer offiziellen Entschuldigung, während der Völkermord an den Armeniern durch die Türkei verurteilt wird. Die gesellschaftliche Aufarbeitung des historischen Kolonialismus in seinen Auswirkungen auf aktuellen Gegenwarts-Rassismus der deutschen Gesellschaft. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Anti-Ziganismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Gender-Diskriminierung – oder Ausgrenzung des „Anderen“ per se – z.B. aufgrund von FLUCHT, körperlichen, geistigen oder religiösen Kriterien kann im Alltag bekämpft und angegangen werden, da wo es um individuelle Macht, und Entscheidungszenarien geht.
Die strukturelle Verknüpfung von Nation(-en-Konzept), und Staat)-s-Konzept) in Deutschland hat bisher die effektive Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus und seinen Folgen verhindert.

Ein Projekt von AFROTAK TV cyberNomads in Zusammenarbeit mit KuLe e.V. und dem Project Space Festival Berlin

unnamed

Realisiert im Rahmen der UN-Dekade der Menschen Afrikanischer Herkunft / Realised in the frame of the Decade for people of african Descent of the UN